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II. Weg Murr
Impressum

Historie

In den 1960er-Jahren begann eine Gruppe junger Männer unter der Leitung von Lehrer Rotfuß in der alten Schafhalle, Freizeitsport zu treiben. Bereits zu dieser Zeit schwitzten sie bei der Gymnastik, spielten Prellball, bolzten mit dem Ball – und gingen anschließend noch (mindestens) ein Bier trinken.

Nach Fertigstellung der Murrer Gemeindehalle gründeten sie, unter der Schirmherrschaft des damaligen Murrer Schultes’ Herbert Schlagenhauf, den „II. Weg Murr - Männer“. Am Donnerstagabend, dem 11. Juni 1970, trafen sich ungefähr 10 Sportwillige in der Gemeindehalle. Als Übungsleiter stand Reinhold Hofmann, Lehrer an der hiesigen Schule, bereit, die angehenden Athleten gleich tüchtig in die Mangel zu nehmen. Weil es bei jeder Gruppe auch einen geben muss, der den Kopf hinhält (vornehmlich wenn etwas nicht klappt), wurde der Einfachheit halber gleich unter der Dusche diskutiert, wer das übernehmen solle. Die übereinstimmende Meinung war, der Arno sei in seinem Friseurgeschäft im Ort jederzeit erreich- und ansprechbar, der könne es machen. „Wer dafür ist, hebe die Hand“. Abgesehen von Arno Hettig hoben alle Anwesenden die Hand und damit war er Präsident.

Zwischen 1974 und 1983 übernahm Vize Wolfgang Zimmermann das Präsidentenamt. Seit gleichfalls 1974 trug Günter Gerstberger, der 2006 leider viel zu früh starb, über lange Jahre die Verantwortung für die Finanzen der Sportgruppe. Dann sprang Harald Olbort in die Bresche, wegen seines Berufs als „Bänker“ am Ort der bestgeeignete Nachfolger.

Auch die Trainer waren stets eine Idealbesetzung: Auf Reinhold Hofmann, der den II. Weg zum Volleyballspiel führte, folgte 1975 Otto Hartmann mit mehr Vorliebe fürs Geräteturnen, als manchem Freizeitsportler lieb war. Auch Günter Bürgelin nahm die Zweitenwegler von 1980 – 1984 ziemlich ran. Walter Zimmer anschließend war manchmal ziemlich verzweifelt, wenn die Mannen nicht so konnten wie er wollte. Aber als Sportlehrer im Hauptberuf brachte er den sich abmühenden Sportlern doch noch manches bei. Schließlich kam Jürgen Blattert, der bis heute unsere Übungsabende leitet.

Neben den Übungsabenden nahmen unsere Cracks immer wieder an Wettkämpfen teil, z. B. in Beihingen in den Disziplinen Leichtathletik, Faustball und Fußball oder an zahlreichen Freizeit-Volleyballturnieren. Bei 139 Turnieren in der Ära Hettig wurde der II. Weg 52 mal Sieger, errang 42 zweite und 14 dritte Plätze.

Über die Jahre fanden nicht nur sportliche, sondern auch andere Ereignisse statt: Eine Steigerung der Fitness und des sozialen Zusammenhaltes erzielten wir mit Familienwanderungen in der näheren Umgebung, über den Feldberg im Schwarzwald, im Schwäbischen Wald und im Hohenlohischen. Ein festes Datum im Jahr waren zudem die Ausflüge an Himmelfahrt per pedes oder per Pedale. Nicht zu vergessen unsere alpinen Bergtouren im Gebiet Oberstdorf/Kleinwalsertal, mehrtägige Hüttentouren wie der Heilbronner Weg, über die Schesaplana, der Stubaier Höhenweg, der Berliner Höhenweg, der Meraner Höhenweg sowie im Gebiet Seiseralm in den Dolomiten.

Zwar sagt man den Schwaben hauptsächlich die Interessen Schaffen und Häuslebauen nach; das ließ aber durchaus Raum für Kulturreisen nach Lübeck zur damaligen Partner-Volleyballgruppe, nach Bamberg oder die fast schon legendär zu nennenden Exkursionen „Auf den Spuren der Römer“ nach Rom, Trier und Regensburg, perfekt organisiert und geleitet von Dieter Rau.

Weitere Aktivitäten waren die Mitwirkung am bis 2008 stattfindenden Murrer Schlachtfest mit Losverkauf und der von Günter Gerstberger gebauten Mini-Kegelbahn und an mehreren Faschingsumzügen mit den "Sieben Schwaben" und der beeindruckenden Bonbon-/Konfettikanone, die 1973 zum ersten Mal beim Umzug zur 1000-Jahrfeier unter dem Motto "Murr kämpft um seine Selbständigkeit" eingesetzt wurde.
Hier müssen unbedingt auch erwähnt werden
der Rosenball 1971 mit dem Tanz in den Mai und der Wahl einer Rosenkönigin,
die zahlreichen Spießbraten nach dem Rezept von Heinz Allmendinger,
das spontane Rettichfest nach dem Training im Gewächshaus von Hartmut Grix, bei dem einige angeblich direkt vom Fest zur Arbeit gegangen sein sollen,
die Silofeste bei Walter Pfuderer,
das Volleyballturnier des 39er-Jahrgangs auf dem Wiesle von Johann Brandenburger
und die Aktivitäten beim 100-jährigen Jubiläum der Murrer Feuerwehr oder bei der Einweihung der Umgehungsstraße.

Am 19. Juni 2010 schließlich konnte der II. Weg Murr sein 40-jähriges Jubiläum in festlichem Rahmen in Anwesenheit von Bürgermeister Manfred Hollenbach, weiteren Ehrengästen und vielen Ehemaligen in fröhlicher Runde feiern. Zu diesem Anlass haben wir auch unsere Umfirmierung öffentlich gemacht: Nachdem wir in den letzten Jahren zunehmend vom weiblichen Geschlecht infiltriert wurden, haben wir die Einschränkung „- Männer“ aus unserem Namen gestrichen und nennen uns seither „Freizeitsportgruppe II. Weg Murr“.

Leider mussten wir bei diesem Fest auch einen Wermutstropfen schlucken: Arno Hettig gab das Präsidentenamt auf. Bei einer Versammlung vor den Sommerferien konnten wir allerdings die Aufgaben, die Arno bisher allein gestemmt hatte, zu aller Erleichterung ohne Probleme auf mehrere neue Schultern verteilen: Die Organisation der Heimturniere übernahm Steffen Kunad, der Auswärtsturniere Boris Lander; Öffentlichkeitsarbeit und Kontakt zur Gemeinde ging in die Verantwortung von Thomas Dröge; die Finanzen blieben in den bewährten Händen von Harald Olbort und Vize Wolfgang Zimmermann erklärte sich erfreulicherweise bereit, bis zur Kür eines neuen Präsidenten das Amt übergangsweise zu versehen. Diese Kür erfolgte dann bei der Jahresabschlussfeier 2011: Mit sozialistisch anmutender Mehrheit wurde der bisherige Öffentlichkeitsarbeiter zum neuen Präsidenten gewählt. Die aktuellen Ansprechpartner siehe unter "Kontakt".

Arno Hettig wurde für seine riesigen Verdienste um den II. Weg Murr zum Ehrenpräsidenten ernannt. Durch unseren Alterspräsidenten Sepp Walouch folgte dann bei der Jahresabschlussfeier 2012 die Ernennung Wolfgang Zimmermanns, der ebemfalls unglaublich viel für den II. Weg Murr getan hat und immer da war, wenn er gebraucht wurde, zum zweiten Ehrenpräsidenten.

Im Dezember 2016 mussten wir uns für immer von unserem Gründungsmitglied und geschätzten Alterspräsidenten Sepp Walouch verabschieden, der am zweiten Adventswochenende 87-jährig verstarb. Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Damit sind wir in der Gegenwart angekommen, die in den vorangegangen Abschnitten von „Über uns“ beschrieben wird. Dazu gehört auch, dass neue Mitmachinteressenten bei uns stets willkommen sind, siehe unter „Mitmachen“.


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